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26. April 2022

The Cradle startet mit dem Holzbau

Mehr als 2.150 m3 Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft werden in dem Holzhybrid-Bürogebäude nach Cradle-to-Cradle-Prinzip eingesetzt

  • Reduktion des CO2-Fußabdrucks zu konventionellen Gebäuden um rd. 40 Prozent
  • 97,7 Prozent der Materialien können in den Materialkreislauf zurückgeführt werden
  • Rohbau des Gebäudes erfolgreich abgeschlossen I Fertigstellung im 1. Halbjahr 2023 geplant

Düsseldorf, 26. April 2022. An dem nachhaltigen Leuchtturmprojekt The Cradle im Düsseldorfer Medienhafen starten die Holzbauarbeiten. Rund 2.150 m3 Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa werden hier in den nächsten sechs Monaten verbaut. Größtenteils findet das Material Einzug in den Decken, Stützen sowie in der charakteristischen Außenfassade des Gebäudes. Im Sinne der Cradle to Cradle®-Philosophie sind die verwendeten Materialien des Gebäudes zu 97,7 Prozent kreislauffähig und dementsprechend wiederverwertbar1. So wird zum Beispiel das Holz bei einem möglichen Rückbau des Gebäudes wieder in den Materialkreislauf zurückgeführt und wiederwendet. The Cradle ist das dritte Projekt des Projektentwicklers INTERBODEN im Düsseldorfer Medienhafen. Mit dem Beginn des Holzbaus ist sogleich die Fertigstellung des Rohbaus vollzogen. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das erste Halbjahr 2023 vorgesehen.

1 Berechnung: Building Circularity Passport von EPEA – Part of Drees & Sommer

Das nachhaltige Bauprojekt The Cradle wird nach dem Cradle to Cradle (C2C) Prinzip als Holzhybridbau entwickelt. Das bedeutet, dass Holz mit anderen Baustoffen kombiniert und überall dort eingesetzt wird, wo es endliche Materialien wie Beton, Stahl oder Kunststoffe ersetzen kann. „Wir beziehen unser Holz gemäß der C2C Philosophie ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa, größtenteils sogar aus Deutschland“, sagt Andreas Willms, Projektleiter The Cradle von INTERBODEN. „Berechnungen zufolge wird der CO2-Fußabdruck insgesamt um rund 1.900 Tonnen im Vergleich zu konventionellen Gebäuden reduziert. Dies entspricht ca. 10 Mio. gefahrenen PKW-Kilometern (251 Weltumrundungen) und einer Reduktion von rund 40 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Gebäuden. Der Einsatz von Holz anstelle von endlichen Rohstoffen ist hierfür der entscheidende Faktor.“ Ein weiterer Grund ist ein Logistikkonzept, bei dem das Holz direkt auf seinem Transportweg an geeigneten Stellen bearbeitet wird und keine großen Umwege machen muss.

Für den Holzbau arbeitet INTERBODEN mit dem Unternehmen DERIX zusammen. „Wir sind kontinuierlich auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, das Bauen mit Holz noch nachhaltiger und ressourcenschonender zu gestalten, als es ohnehin schon ist. Als erstes Unternehmen unserer Branche haben wir die Rücknahme gebrauchter Holzbauteile für unsere Kund:innen zum Standard gemacht“, sagt Markus Steppler, Vertriebsleiter bei DERIX. The Cradle fungiert als Materiallager. Durch reversible Verbindungen wird eine größtmögliche Kreislauffähigkeit durch Demontierbarkeit erreicht. Sämtliche Daten der Materialien werden in dem digitalen Material Passport mit dem BIM-Modell des Projektes verknüpft und stehen für einen möglichen späteren Rückbau zur Verfügung. „Somit erhöht sich der Wert des Gebäudes und ermöglicht eine völlig neue Betrachtung der Immobilieninvestition“, sagt Carsten Boell, Geschäftsführer der INTERBODEN Gewerbewelten. Nach dem Gebrauch werden die Materialien gemäß dem C2C-Prinzip nach Möglichkeit wieder in den Materialkreislauf zurückgegeben und wiederverwendet.

Bauen mit Holz

„Wir haben uns für die Verwendung von Holz entschieden, da es insbesondere in Bezug auf Materialgesundheit und CO2-Fußabdruck sehr positive Auswirkungen hat“, führt Willms aus. Somit wirkt sich das Material positiv auf die Arbeitsumgebung aus. Die rund 2.150 m3 Holz verteilen sich auf ca. 1.750 m3 Fichte, 225 m3 Lärche und 175 m3 Buche. Zum Vergleich: In der größten Holzachterbahn der Welt, Colossos im Heide Park Resort in Soltau, wurden etwa 3.000 m3 Holz verbaut. Jede Holzsorte wurde aufgrund ihrer individuellen Eigenschaften für den jeweiligen Verwendungszweck ausgewählt. So wird zum Beispiel bei der Fassade Lärche verwendet, die durch ihren geraden Wuchs und ihre hohe Dichte für eine lange Lebensdauer und Tragkraft steht. Für die Stützen wird Buche verwendet, da diese eine hohe Festigkeit aufweist. Im Innenbereich – insbesondere in den Decken – wird Fichtenholz verwendet, das sich durch Vielseitigkeit und Robustheit auszeichnet.

Infografik Bauen mit Holz

The Cradle

Das zukunftsweisende Bürogebäude The Cradle wird in Zusammenarbeit mit HPP Architekten errichtet. Im Fokus stehen der unmittelbare Nutzervorteil sowie das Thema Nachhaltigkeit nach dem Cradle-to-Cradle®-Prinzip. Ziel ist es, die Bestandteile des Bürogebäudes aus kreislauffähigen Materialien herzustellen und nach dem Gebrauch wieder in den Materialkreislauf zurückzuführen. Als Düsseldorfs erstes gewerbliches Immobilienprojekt, das auf Holzhybridbauweise basiert, bietet The Cradle auf insgesamt circa 7.200 m2 moderne Räumlichkeiten für Büro und Gastronomie. Bereits vor Baubeginn vermietet der Projektentwickler INTERBODEN rund 50 Prozent der Räumlichkeiten an den führenden Co-Working-Anbieter Spaces. Ein ganzheitliches Mobilitätskonzept mit E-Mobility- sowie Bike- und Car-Sharing-Angeboten steigert zusätzlich den Nutzen des Gebäudes und bereichert die gesamte Umgebung. Eingebettet sind diese Dienste und viele weitere Services in eine eigene The Cradle App.

Weitere Informationen: www.the-cradle.de

Über INTERBODEN

Die inhabergeführte Firmengruppe INTERBODEN ist seit mehr als 70 Jahren am Immobilienmarkt tätig. Im Vordergrund steht der innovative, konzeptbezogene Wohnungs- und Gewerbebau. INTERBODEN versteht sich als ganzheitlicher Architektur- und Dienstleistungsbauträger, der Lebens- und Arbeitswelten schafft. Ziel ist es, für jeden Standort individuelle Konzeptbausteine zu entwickeln und zu einer einzigartigen Lebens- und Arbeitswelt mit sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit zusammenzufügen. Der Spezialist für zukunftweisende Quartiersentwicklung und digitalisierte Immobilienservices deckt den gesamten Lebenszyklus von Immobilien ab: Von der Bewertung und dem Ankauf von Grundstücken über die Planung und den Vertrieb bis hin zur Bewirtschaftung und Verwaltung der Immobilie.

www.interboden.de

Über die DERIX-Gruppe

Die DERIX-Gruppe gehört zu den führenden Herstellern im Ingenieurholzbau. Sie ist stellt komplexe Hallentragwerke aus Brettschichtholz und tragende Bauelemente aus X-LAM (Brettsperrholz) für Dach, Decke und Wand her und beschäftigt mehr als 270 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat es sich zum Ziel gesetzt, den Holzbau voranzutreiben und den enormen ökologischen Vorteil, den Holz gegenüber anderen Baustoffen bietet, zusätzlich zu vergrößern. DERIX legt besonderen Wert auf ressourceneffiziente Produktionsabläufe, die Nutzung von erneuerbaren Energien und die Entwicklung von Cradle to Cradle Konzepten. Seit letztem Jahr hat die DERIX-Gruppe die Rücknahme gebrauchter Holzkonstruktionen für ihre Kund:innen zum Standard gemacht. Seit Oktober 2021 ist DERIX X-LAM Cradle to Cradle Gold zertifiziert.

www.derix.de

Über HPP Architekten

HPP ist eine der erfolgreichsten Architektenpartnerschaften Deutschlands. Nach der Gründung durch Helmut Hentrich vor mehr als 86 Jahren wird das Büro heute von der vierten Architektengeneration geführt. Zu den bekanntesten Projekten der Firmengeschichte zählen das Dreischeibenhaus in Düsseldorf oder die Sanierung der Düsseldorfer Tonhalle. Aktuell fertiggestellte Projekte sind u.a. das L‘Oréal Deutschland Headquarter in Düsseldorf, der 258 Meter hohe Huide Tower Shenzhen oder der Wohn- und Mischnutzungskomplex AND Pastel in Istanbul. Derzeit in Planung befindliche Bürokomplexe sind beispielsweise das alltours Headquarter am Mannesmannufer in Düsseldorf oder das das gemeinsam mit UNStudio zu realisierende Großprojekt FOUR Frankfurt.

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